Die SPD in der Städteregion Aachen hat auf ihrer Kreiswahlkonferenz am 27. März 2026 in der Stadthalle Alsdorf mit überwältigender Mehrheit ihre personellen Weichen für die Landtagswahl 2027 gestellt: Sandra Niedermaier wurde als Landtagskandidatin für den Nordkreis (Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen), Stefan Kämmerling als Landtagskandidat für den Südkreis (Eschweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg) aufgestellt.

v.l.n.r.: Patrick Haas, Sandra Niedermaier, Martin Peters, Stefan Kämmerling, Claudia Moll
Für eine gerechte und moderne Bildungspolitik!
Die 35-jährige Sandra Niedermaier ist Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Politik an einem Berufskolleg im Kreis Heinsberg, seit 2014 Ratsmitglied und seit November 2025 stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Alsdorf. Auch aufgrund ihres eigenen Bezugs betont sie in ihrer Rede die Wichtigkeit von Chancengerechtigkeit im Bildungssystem: „Wir haben kein Erkenntnisproblem. Wir wissen, was schiefläuft. Schule muss ein Ort sein, an dem man gerne lernt und sich wohlfühlt.“ Um das zu gewährleisten, brauchen die Kommunen die Unterstützung des Landes, ist sich Niedermaier sicher. „Wir wollen Gerechtigkeit schaffen – damit der Alltag der Menschen wieder funktioniert, damit Familien entlastet werden, Kinder gefördert werden und niemand zurückgelassen wird“, zeigt sich Niedermaier entschlossen.
Für eine Politik, die anpackt und zeigt, was geht!
Der 50-jährige Stefan Kämmerling ist von 2012 bis 2022 und seit 2023 Landtagsabgeordneter für den Südkreis. Als Bankkaufmann hat er zuvor fast 20 Jahre Berufserfahrung bei einem Kreditinstitut gesammelt. Zudem ist er Landesgeschäftsführer der NRWSPD. In seiner kämpferischen Rede macht er deutlich, was in NRW gewaltig schiefläuft: „Unsere Kommunen müssen sparen, obwohl sie immer mehr investieren müssten. Wir sind immer noch Stauland Nummer 1 und verlieren jeden Monat etwa 2.100 Industriearbeitsplätze“, zieht Kämmerling Bilanz über knapp 10 Jahre CDU-geführte Landesregierung. „Strukturwandel ist für uns kein Wort aus einem Lehrbuch, sondern gelebte Realität. Wir sind die Partei, die arbeitenden Familien den Rücken stärkt. Wenn wir es nicht machen, dann macht es keiner“, blickt Kämmerling nach vorne.
Geschlossene Unterstützung aus der Region
Mit Sandra Niedermaier und Stefan Kämmerling setzt die SPD in der Städteregion Aachen auf eine Kombination aus neuen Impulsen und politischer Erfahrung. Mit großer Geschlossenheit schickten die 56 Delegierten die beiden auf ihre Reise, die sie im kommenden Jahr in den Düsseldorfer Landtag führen soll. So erhielt Sandra Niedermaier 98,2%, Stefan Kämmerling sogar 100% Zustimmung.
Zu den Gratulantinnen und Gratulanten gehörten auch Bundestagsabgeordnete Claudia Moll, Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas und SPD-Fraktionsvorsitzender im Städteregionstag Andor Schmitz, die gleichsam betonten wie wichtig eine auskömmliche Unterstützung der Kommunen für ein gerechtes NRW ist. Mit Blick auf die Haushaltsberatungen betonte Schmitz: „Was Schwarz-Grün in der StädteRegion falsch macht, setzt sich ja auf der Landesebene fort. Ich drücke die Daumen, dass mit eurer Hilfe in Düsseldorf bald wieder gute Politik für die Städte und Gemeinden gemacht wird!“
Jetzt erst gerecht!
SPD-Unterbezirksvorsitzender Martin Peters zeigte sich zufrieden angesichts der starken Ergebnisse und blickt zuversichtlich auf den anstehenden Wahlkampf: „Mit mehr als 12 Monaten haben wir bewusst eine lange Vorbereitungszeit gewählt. Denn wir wollen Hendrik Wüst und die CDU schlagen und mit landespolitischen Themen konfrontieren.“ Mit den „6 Punkten für 26“ habe der Landesvorstand der NRWSPD eine hervorragende Grundlage für die Landtagswahl gelegt, betont Peters. „Wir haben ein hervorragendes Personalangebot hier vor Ort und an der Spitze“, so Peters weiter.
Die Landtagswahl findet am 25. April 2027 statt. Die NRWSPD geht mit Fraktionsvorsitzendem Jochen Ott als designierter Spitzenkandidat ins Rennen. Gewählt werden soll er – zusammen mit der Landesliste – bei der Landesdelegiertenkonferenz am 13. Juni 2026.