Eva-Maria Voigt-Küppers, MdL

Eva-Maria Voigt-Küppers, MdL 2017-10-10T16:04:34+00:00

Lebenslauf

Aufgewachsen in einer sehr politisch interessierten Familie, beschloss ich 1974 der Sozialdemokratischen Partei beizutreten. Es war die Zeit, in der Willy Brandt nicht nur Werte sondern auch Menschen prägte. Sein Rücktritt als Kanzler war für mich der ausschlaggebende Grund, seine Vision von einer neuen, gerechteren Gesellschaft aktiv weiterführen zu wollen.

Gestartet habe ich mein politisches Engagement bei den Jusos. Von 1986 bis 1988 war ich stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos NRW. Ebenso war ich für die Jusos im Unterbezirksvorstand der SPD Kreis Aachen, dem ich heute noch angehöre. Seit 2010 bin ich stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirksvorstands. Im Jahr 1994 würde ich in den Rat der Stadt Würselen gewählt und bin dort Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. In der Würselener SPD-Fraktion bin ich zudem stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Geboren bin ich am 11. Mai 1958 in Rheine und wohne seit meinem zweiten Lebensjahr in Würselen. Mein Abitur habe ich 1977 an der Viktoriaschule Aachen gemacht und anschließend mein Studium der Germanistik und der Sozialwissenschaften an der RWTH Aachen aufgenommen. Nach meiner Familienzeit habe ich eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin abgeschlossen und arbeitete im Anschluss zwei Jahre in einer integrativen Kindertageseinrichtung in Alsdorf, bis ich 2000 zum Kaktus e.V. gewechselt bin. Zehn Jahre habe ich hier als Erzieherin in einer Jugendwohngruppe mit Jugendlichen gearbeitet, die nicht mehr in ihren Familien leben.

Am 9. Mai 2010 haben mich die Bürgerinnen und Bürger im Nordkreis direkt in den Landtag gewählt. Als Landtagsabgeordnete für Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen war ich in der 15. Legislaturperiode ordentliches Mitglied in den Ausschüssen Familie, Kinder und Jugend sowie Bauen, Wohnen und Verkehr und Frauen, Emanzipation und Gleichberechtigung. Von Februar 2011 bis März 2012 war ich Sprecherin der Enquete-Kommission „Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren“.

Am 13. Mai 2012 haben mir die Bürgerinnen und Bürger im Nordkreis wiederholt ihr Vertrauen geschenkt und mich zum zweiten Mal direkt in den Landtag gewählt. Dort bin ich in der 16. Legislaturperiode zur stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion gewählt worden und in dieser Funktion zuständig für Bildung, Weiterbildung und Sport. Eine Aufgabe, die ich gern angenommen habe und mit Begeisterung ausfülle. Als Würselenerin lebe ich gern in meinem Wahlkreis und mache mich weiterhin stark für die Menschen, die im Nordkreis gut arbeiten, solide wirtschaften und in jedem Alter sicher leben wollen.

Lebenswege

Seit meiner Kindheit wohne ich in Würselen. Schule, Studium, Berufsleben: nie musste ich der Heimat den Rücken kehren.
Doch keine Biografie kommt ohne Brüche aus: Mein Mann hatte einen kleinen Handwerksbetrieb und für mein Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften in Aachen war durch seine Selbstständigkeit und die Geburt unserer Kinder irgendwann keine Zeit mehr.

Ganztagsbetreuung war in den 1980er Jahren die Ausnahme. Deshalb begann ich erst mit Mitte 30 eine Ausbildung zur Erzieherin. 1998 – kurz nach Ende meiner Ausbildung – starb mein Mann an einer Hirnblutung. Ich war nun allein verantwortlich für vier Kinder und für das Einkommen.
Den Wert einer guten Familienpolitik habe ich damals am eigenen Leib erfahren. Es darf nicht sein, dass man seinen Beruf oder Studium aufgeben muss, weil man eine Familie gründet. Ein Grund mehr für mich, politisch aktiv zu bleiben und mich für gute Lebensverhältnisse einzusetzen.

Der SPD war ich schon 1974 beigetreten und hatte es bis in den Landesvorstand der Jusos gebracht. Seit 1994 bin ich Mitglied des Stadtrats und des Jugendhilfeausschusses.

2010 wurde ich durch den SPD-Unterbezirk Kreis Aachen als Landtagskandidatin aufgestellt – und konnte prompt das Direktmandat gewinnen. Seitdem direkt gewählte Abgeordnete für Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen. Die Wahlkreisarbeit ist außerordentlich wichtig und macht mir immer viel Spaß.

Lebensziele

Alle Menschen sind gleich wertvoll. Egal, wer sie sind, woher sie kommen, oder wie viel Geld sie haben. Egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, ob sie jung sind oder alt, ob sie Mann sind oder Frau.
Sie alle müssen selbst entscheiden dürfen, wie sie ihr Leben gestalten. Und sie müssen unterstützt werden, wenn sie Hilfe brauchen. Das sind meine Werte: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität!

Das Ziel einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft wird durch Bildung erreicht, das ist meine feste Überzeugung.
Die Politik der SPD hat auch mir mein Studium ermöglicht. Als Willy Brandt das BAföG einführte, hing ein Studium nicht länger vom Einkommen der Eltern ab. Plötzlich gab es eine echte Entscheidungsfreiheit für das Leben nach der Schule. Bildung muss kostenlos sein!

Ob in der Stadt oder im Land: Seit mehr als 40 Jahren ist gute Bildung mein Herzensthema. Denn unser Leben ist vor allem dadurch gezeichnet, welche Bildung wir erfahren. Hier brauchen wir mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit für Schülerinnen und Schüler.

Für mich bedeutet Politik Verantwortung. Dass ich mich für andere Menschen einsetzen kann. Und das geht nur, wenn wir im Gespräch bleiben! Bitte wenden Sie sich jederzeit an mein Büro, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben. Egal, ob Sie Fragen haben, über Politik diskutieren möchten, ob Sie Hilfe benötigen oder ich Ihren Verein besuchen soll.